Der Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Aktuelles

Der Martinuswege-Mittwoch auf Facebook

Noch liegt auf den Höhen der Schnee, doch die Diözese Rottenburg-Stuttgart macht ab sofort jeden Mittwoch in den sozialen Medien Lust aufs Pilgern. Am "Martinuswege Mittwoch" gibt es immer ein Foto vom Martinusweg, einen Spruch und manchmal auch gleich noch einen Veranstaltungstipp. Vorbeischauen und Liken.

Zum Martinuswege-Mittwoch auf Facebook und auf Instagram.

Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

Die Welt braucht mehr Martinus

Treffen der Martinuswegverantwortlichen aus Ungarn, Deutschland und Österreich in Eisenstadt

Seit 2005 ist die via sancti Martini eine eingetragene Kulturstraße des Europarates. Die Südroute verläuft von Szombathely, über Slowenien, Kroatien, Italien, Frankreich nach Tours. Dieser Weg orientiert sich an den Wirkungsstätten des Heiligen Martin in Südeuropa. Eine Nordroute gibt es über Utrecht (Niederlande) und Erfurt. Seit September 2016 verläuft mit der Mittelroute ein weiterer Martinuspilgerweg "via sancti Martini" durch Europa. Der Weg beginnt in Szombathely (Ungarn), der Geburtsstadt des Heiligen Martin und verläuft durch Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich bis nach Tours, wo der heilige Martin Bischof war. Das Wegenetz umfasst insgesamt über 2.500 Kilometer. Auf diesem Pilgerweg werden sowohl Kirchen und Einrichtungen verbunden, die unter dem Patronat des heiligen Martin stehen, wie auch ab Worms Orte an denen der Heilige zu Lebzeiten gewirkt hat. Der Pilgerweg ist in Teilstücken bereits ausgeschildert. Das gelbe Martinskreuz und der "Pas des St. Martin" (Fußbabdruck des Heiligen Martin) leiten die Pilger auf ihrem Weg.Der Martinusweg verbindet aber nicht nur Orte  sondern vor allem Menschen. So fand Anfang Februar ein Treffen der Martinuswegverantwortlichen bei uns in Eisenstadt statt. Róbert Orbán aus Ungarn, Achim Wicker aus Deutschland und die Kollegen aus den österreichischen Diözesen durch die der Martinusweg führt – sind der Einladung des Vorsitzenden der St. Martinus-Gemeinschaft Eisenstadt, Generalvikar Martin Korpitsch, gefolgt und haben sich im Haus der Begegnung in der Martinststadt ausgetauscht.Dabei sind die Ausgangslagen ganz unterschiedlich. Während in Ungarn und in Deutschland die Arbeiten (Markierung, Karten, Folder und Flyer, Werbeveranstaltungen, themen- und zielgruppenspezifisches Pilgern, … ) relativ weit fortgeschritten sind, ist es in Österreich - das erst vorigen Herbst Jahr den St. Martinus-Gemeinschaften beigetreten ist - noch nicht so weit.Schwerpunkt für die St. Martinus-Gemeinschaft Eisenstadt ist in diesem Jahr vor allem die von 12. bis 17. Mai geplante Pilgerreise auf dem Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.Fix ist bereits, dass traditionell am Samstag vor dem Palmsonntag ins neue Pilgerjahr gestartet wird. Wir im Burgenland wollen heuer von Pamhagen nach Frauenkirchen gehen. Auch in anderen Diözesen starten die Pilger an diesem Tag, wobei in manchen anderen - wie zum Beispiel in Oberösterreich oder in Baden-Würtemberg daraus die Tradition des „Samstagspilgern“ entstanden ist. Eine Initiative die vielleicht auch für uns denkbar wäre. Weiters wurde bei der Tagung die Idee eines gemeinsamen Martinusweg-Pilgerführers für Ungarn und Österreich  von Szombathely bis nach Passau angedacht. Für Deutschland ist gerade einer im Entstehen.Auch die Initiative von Bischof Gebhard Fürst „Pilgern für ein offenes Europa im Geiste des Heiligen Martin" im Mai vor der Europawahl wurde angesprochen.Vorgestellt wurde auch das von der St. Martinus-Gemeinschaft angedachte neue Pilgerprojekt „Wir gehen auf Tour(s)“ - welches anlässlich des 60-Jährigen Jubiläums unserer Diözese im Jahr 2020 bald starten wird.

Beim Treffen in Eisenstadt (vlnr): Róbert Orbán (Ungarn), Achim Wicker (Deutschland), Reinhilde Woditsch, Leo Führer (Wien), Generalvikar Martin Korpitsch, Karl Woditsch

Text und Foto: Diözese Eisenstadt

Martinusweg auf der Tourismusmesse CMT

Am 12. Januar 2019 startet die Tourismusmesse CMT in Stuttgart. Die St. Martinusgemeinschaft ist am ersten Wochenenden in Halle 10 zu finden, wo sie gemeinsam mit den Pilgerfreunden vom Jakobusweg über den Martinusweg informiert. Die ganze Zeit über bis zum 20. Januar finden Sie uns in Halle 6 beim Stand der Kirchen und im Forum der Kirchen am Eingang Ost, wo es jeden Tag einen Vortrag zum Martinusweg gibt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Bereits am ersten Messewochenende kamen sehr viele Interessierte zum Stand der Pilgerwege in Halle 10. Auf der Bühne standen Constantin Weyrich und Alexander Schwab zusammen mit anderen jungen Pilgern Rede und Antwort.

Übersicht der Vorträge

Hallenplan Martinusweg auf der CMT

Fotos: St. Martinusgemeinschaft e.V.

Der Martinusweg verbindet

Der ausgeschilderte Martinusweg, der direkt an meiner seelsorglichen Arbeitsstelle in einer Martinusgemeinde im Großraum Stuttgart vorbeiführt und der 10-monatige Aufenthalt einer ungarischen Austauschschülerin in unserer Familie waren ein willkommener Anlass für mich, meine Frau und unsere Tochter, in den Sommerferien nach Ungarn aufzubrechen. Wir wurden von unserer Gasttochter und ihrer Familie herzlich willkommen geheißen und konnten dadurch Land und Leute vertiefter kennen lernen. Am Ende unserer Reise fuhren wir dann nach Szombathely. um etwas vom Beginn des Lebenweges des Hl. Martin aufzunehmen. Durch die Vermittlung von Achim Wicker, Geschäftsführer der Martinusgemeinschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V., wurden wir in Szombathely von Pfarrer Janos Schauermann freundlich empfangen. Er führte uns durch die Krypta und Kirche und das Museum und gab uns in deutscher Sprache einen Einblick in die lange Kirchengeschichte vor Ort. Mit dem Pilgerstempel im Pilgerausweis, einer kleinen Martinuskerze und dem Pilgersegen entließ er uns auf unseren Weg. Für mich war es ein besonderes Erlebnis, gute 800 km von meinem gewohnten Martinusumfeld zu stehen, sozusagen am Anfang, dort wo für Martinus alles begann. Für den kommenden Tag hatten meine Frau und unsere 8-jährige Tochter verabredet, dass wir eine Tagesetappe von Köszeg nach Zsira pilgern wollten. Der erste beeindruckende Abschnitt war, als wir bei Olmod auf die offene Grenze zwischen Ungarn und Österreich stießen. Ohne genaues Hinsehen könnte man leicht die Grenzsteine im Wald übersehen. Alles wirkt so ruhig und friedlich im Sonnenschein. Es fällt mir als Außenstehendem schwer, die Tragödie des sogenannten „Eisernen Vorhangs“ zu erfassen, die hier bis 1989 traurige Wirklichkeit war. Ich bin sehr dankbar für diese offene Grenze, die den Kontakt zu lieben Menschen erleichtert und so auch den Martinusweg von seinem Beginn in Szombathely (Ungarn) über Österreich und Deutschland bis zu seinem Ende in Tours (Frankreich) erst möglich macht. Gerade in der jetzigen Zeit ist es nötiger denn je, das Verbindende zwischen den europäischen Länder zu betonen. Ich bin dankbar für St. Martinus als europäischen Heiligen. Auf halber Strecke liegt der Ort Horvatzidany. Schon am Vorabend hatte uns  Pfarrer Janos Schauermann telefonisch im dortigen Pfarrhaus angekündigt. Auch hier wurden wir herzlich von Pfr. Dumovits in Empfang genommen. Da unsere Tochter kurz vor dem Ort auf der Landstraße ihre Knie aufschürfte und bei jedem Schritt jammerte, war uns Eltern klar, dass unser Pilgerweg am Pfarrhaus in Horvatzidany enden würde. Doch oh Wunder – nach einer erfrischenden Pause schnappte sich Pfr. Dumovits seine Wanderstöcke und machte sich mit uns auf den Weg. Und bis wir das richtig realisiert hatten, war er mit uns aus dem Ort hinausgelaufen und auf dem Weg zur nächsten Ortschaft. Es hat mich sehr beeindruckt, wie sich der alte Herr im Anzug bei der Mittagshitze auf den Weg gemacht hat und uns damit so motiviert hat, dass wir auch noch den letzten Teil der Tagesetappe gehen konnten. Begleitung tut gut – das war eine eindrückliche Wegerfahrung. So gefüllt konnten wir mit großer Dankbarkeit am nächsten Tag dann gut wieder Richtung Heimat aufbrechen.


Text und Fotos: Hans-Jürgen Winkler

 

Samstagspilgern 2019 mit vielen Angeboten

Neuer Flyer Samstagspilgern erscheint druckfrisch zur Tourismusmesse CMT in Stuttgart. Über 20 Angebote "Immer wieder samstags - unterwegs auf den Spuren des Heiligen Martin"stehen interessierten Pilgerinnen und Pilgeren 2019 zur Verfügung. In Zusammenarbeit von Dekanten, Pilgerführer und der St. Martinusgemeinschaft konnte auch für die kommende Pilgersaison wieder ein attraktives Angebot in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Bayern und Trier auf die Beine gestellt werden. Höhepunkte sind im kommenden Jahr das Pilgern mit Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg nach Oberndorf am Neckar am 5. Oktober und die Einweihung des thematischen Martinusweges mit neun inhaltlichen Tafeln unterhalb der Erolzheimer Bergkapelle im Dekanat Biberach am 23. Juni 2019. Darüber hinaus lädt die St. Martinusgemeinschaft zu einer Fußpilgerreise auf dem eurpopäischen Martinusweg in Österreich, einer Pilgerwoche in Hohenlohe und Heilbronn und drei Pilgertagen in Oberschwaben ein.

Alle weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Informationsflyer, der ab 15. Januar 2019 auch über die Expedition der Diözese direkt bestellt werden kann.

Informationsflyer "Samstagspilgern 2019 " zum download.

Oasentag des Stiftungsschulamts auf dem Martinusweg

"Wir alle sind Pilger, die auf ganz verschiedenen Wegen einem gemeinsamen Treffpunkt zuwandern." Unter diesem Motto stand dieses Mal der jährlich stattfindende Oasentag des Bischöflichen Stiftungsschulamtes am 8. November 2018. Bereits zum dritten Mal machten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BSSA daran, gemeinsam mit Pilgerleiter Rolf Seeger, den Spuren des Hl. Martins auf dem Martinusweg zu folgen. Ausgangspunkt der Pilgerwanderung war das Bischofshaus in Rottenburg. In der neu gestalteten Hauskapelle bekamen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Pilgersegen von Bischof Dr. Gebhard Fürst. Nach dieser geistlichen Einstimmung und dem obligatorischen Gruppenfoto machte sich die Pilgerschar auf den Weg in den noch nebelverhangenen Morgen. Nach einem kurzen Stop am Dom führte die Route über den Kreuzweg beim Preußischen hinauf zur Altstadtkapelle und von dort aus über die Ortschaften Weiler, Hemmendorf und Dettingen nach Hirrlingen. An verschiedenen Stationen auf dem Weg beschenkte Rolf Seeger die Pilgerschaar mit geistlichen Impulsen, spannenden und interessanten Einblicken in die Geschichte sowie kurzweiligen und humorvollen Anekdoten. Mit einem leckeren Mittagessen im Café Biesinger in Hirrlingen und der anschließenden Rückfahrt per Bus nach Rottenburg ging ein wunderbarer und eindrucksvoller Tag auf dem Martinusweg zu Ende.

Text und Fotos: Stiftungsschulamt

Zeitung "Der Pilger" veröffentlicht Artikel über den Martinusweg

Auf vier Seiten berichtet die Zeitung "Der Pilger" über den Martinusweg im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten. Den ganzen Bericht finden Sie hier.  Quellenangabe an: aus "der pilger - Magazin für die Reise durchs Leben", Ausgabe Winter 2018, www.der-pilger.de

 

Fußpilgerreise auf dem Martinusweg in Österreich - Anmeldung ab jetzt möglich

Im Juni 2019 bietet die St. Martinusgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Diözesanpilgerstelle der Caritas Rottenburg-Stuttgart eine Fußpilgerreise auf dem europäischen Martinusweg in Österreich an. Vier Tage lang pilgern die Teilnehmer von Kosterneuburg bei Wien nach Krems an der Donau. Begleitet wird die Reise von Pfarrer Gerhard Bundschuh und Geschäftsführer Achim Wicker.

Weitere Informationen zur Reise und zur Anmeldung erhalten Sie in der Reiseausschreibung.

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